Die ungarische Regierung unter Ministerpräsident Orbán wird von Medien und westlichen Politikern immer wieder kritisiert, weil sie sich in Kampagnen gegen den „Philanthropen“ und Mega-Spekulanten George Soros wendet. Budapest wirft Soros und den von ihm gesponserten Organisationen Einmischung in die ungarische Politik und die gezielte Einschleusung von Migranten nach Europa vor. Seine wichtigsten „Flaggschiffe“ in Ungarn mußten im zurückliegenden Jahr allerdings die Segel streichen – sowohl die von ihm mitgegründete Central European University (CEU) wie seine Open Society Stiftungen sahen sich wegen einer verschärften Gesetzeslage veranlaßt, ihre Zelte in Budapest abzubrechen und nach Wien bzw. Berlin auszuweichen.

Nun könnte der Konflikt zwischen der Budapester Regierung und dem Soros-Imperium in die nächste Runde gehen. Die regierungsnahe ungarische Zeitung „Magyar Idök“ dokumentierte dieser Tage in einem ausführlichen Bericht intensive und ausgedehnte Kontakte zwischen Soros und zahlreichen höheren EU-Vertretern. Darauf nahm der Fidesz-Abgeordnete Tamás Deutsch kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz in Budapest Bezug, indem er bündig feststellte, daß Soros und seine Organisationen „die Fäden hinter den führenden Politikern der Europäischen Kommission ziehen“.

Häufige Treffen zwischen Soros führenden EU-Politikern

Unter Hinweis auf den Bericht von „Magyar Idök“ (Ausgabe vom 12. Januar) machte Deutsch darauf aufmerksam, daß sich Soros mindestens 20 mal zu Gesprächen mit führenden EU-Politikern wie Jean-Claude Juncker, Frans Timmermans, Emmanuel Macron und Dimitris Avramopoulos getroffen habe. Deutsch betonte, Soros sei damit häufiger mit EU-Führern zusammengetroffen als ungarische Präsident oder sonst ein EU-Staatsoberhaupt. Die Fidesz-Partei werde schriftlich um Aufschluß über die Themen dieser Gesprächstreffen ersuchen.

Soros-Aktivisten drängen zu Reformen in der EU-Asylpolitik

Tatsächlich referiert der Bericht in „Magyar Idök“ bemerkenswerte Tatsachen. So hätten sich 12 beim Europaparlament akkreditierte Lobbyisten der Soros-Organisation „Open Society European Policy Institute“ (OSEPI) sage und schreibe 52 mal – und damit fast wöchentlich – mit Vertretern des wichtigen LIBE-Ausschusses (Bürgerliche Freiheiten, Justiz, Inneres) des Europaparlaments getroffen. Auf Betreiben der Soros-Aktivisten habe der Ausschuß am 19. Oktober 2017 einen Vorschlag zur Reform der bisherigen Asyl- und Einwanderungspolitik der EU angenommen, der bislang gültige grundlegende EU-Prinzipien außer Kraft zu setzten.

Laut öffentlich zugänglichen Angaben habe sich Soros darüber hinaus seit dem Amtsantritt von Kommissionschef Jean-Claude Juncker im November 2014 mehr als 20 mal offiziell mit den wichtigsten EU-Kommissaren getroffen. Besonders brisant: auch Vize-Kommissionschef Frans Timmermans traf sich – natürlich unter Ausschluß der Öffentlichkeit – mit Soros und Vertretern seines Netzwerkes. Im September 2015 konferierte er in New York mit OSEPI-Mitarbeitern über ein „unbekanntes Thema“. Ein weiteres klammheimliches Treffen fand im April 2017 in Brüssel statt – diesmal mit Kommissionschef Juncker; auch hier sickerten keinerlei Informationen über die behandelten Gesprächsthemen an die Öffentlichkeit durch.

Avramopoulos ließ Berichte zur Asylkrise an Soros schicken

Zu den politisch schwergewichtigen Gesprächspartnern Soros´ zählt „Magyar Idök“ zufolge auch EU-Migrationskommissar Avramopoulos – auch er soll (im Juni und November 2015) mit Soros-Lobbyisten verhandelt haben. Brisanter noch: laut Dokumenten, die von der Hackergruppe DCLeaks sichergestellt werden konnten, ließ Avramopoulos auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 tagelang höchstpersönlich Berichte an Soros schicken.

Soros hält EU-Spitzen an der Leine

Alles in allem kommt „Magyar Idök“ zu dem Schluß, daß Soros die Spitzen der EU längst an der langen Leine führt – und dies im besonders sensiblen Bereich der Zuwanderungs- und Asylpolitik. Wörtlich: „Soros hat seit einigen Jahren einen bedeutenden Einfluß im Europäischen Parlament. Seine Lobbyisten gaben Millionen Euro aus, um ein gutes Verhältnis zu den zuständigen Ausschußmitgliedern oder dem Präsidenten des Parlaments aufrechtzuerhalten.“ Wobei es, das legen die Recherchen des Blattes nahe, ersichtlich nicht nur um ein „gutes Verhältnis“ zu wichtigen EU-Politikern, sondern um knallharte Politik ging – um die organisierte Lenkung von Migrantenströmen in Richtung Europa. Nichts anderes wirft die ungarische Regierung Soros und seinen milliardenschweren Organisationen seit langem vor. Sie hat offenbar gute Gründe dafür.

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