ETN nahm am 2. LDPR-Kongreß friedliebender Kräfte in Moskau teil:

In der russischen Staatsduma in Moskau fand vor wenigen Tagen der zweite „Internationale Kongreß friedliebender Kräfte“ statt. Das von der Duma-Fraktion der Liberaldemokratischen Partei Rußlands (LDPR) ausgerichtete Forum will Politikern, Parteivertretern, Ökonomen und auch einfach engagierten Bürgern aus aller Welt eine Plattform bieten, um über eine friedliche Zukunft zu diskutieren – für LDPR-Chef Vladimir Schirinowskij derzeit die zentrale politische Herausforderung.


Die russische Staatsduma in Moskau

„Nach 1945 sind in 75 Jahren viel mehr Menschen gestorben als während des Zweiten Weltkrieges“, erklärte Schirinowskij in seinem Eröffnungsreferat und verwies auf die aktuell gespannten Beziehungen zwischen Rußland und dem Westen. „Aber der Wirtschaftskrieg ist nur die erste Stufe. Er könnte sich durchaus in einen heißen Krieg verwandeln. Die Amerikaner werden jedoch nicht die ersten sein, die in die Schlacht ziehen. Sie werden zunächst ihre Satelliten bestellen, um die Russen zu bekämpfen – zum Beispiel die Ukraine. Und Washington ist bereit, die eigenen Marionetten zu zerstören, um die Interessen der USA zu schützen.“


Vladimir Schirinowskij, Vorsitzender der
Liberaldemokratischen Partei Rußlands (LDPR)

Der Kongreß friedliebender Kräfte solle vor diesem Hintergrund als parlamentarische Plattform fungieren, „auf der die Menschen sprechen und ihre Standpunkte äußern können – weil sie an anderen Orten überall eingeschränkt sind, an der Meinungsäußerung gehindert werden, ihres Stimmrechts beraubt werden, und das ist inakzeptabel“, fuhr Schirinowskij fort.

Am diesjährigen Kongreß nahmen neben Gästen aus den USA, China und Rußland unter anderem der Vorsitzende der britischen rechtspopulistischen Bewegung „Britain First“, Paul Golding, der Vorsitzende der weißrussischen Liberaldemokratischen Partei, Oleg Gajdukewitsch, der Vorsitzende der japanischen patriotischen Bewegung Issui-kai, Mitsuhiro Kimura, sowie Vertreter der 2015 gegründeten europaweit aufgestellten Stiftung Europa Terra Nostra (ETN) teil. Aus Deutschland waren Florian Stein, parlamentarischer Assistent des früheren Europaabgeordneten Udo Voigt, und der Münchner Stadtrat Karl Richter angereist.

Letzterer rief in seinem Redebeitrag vor dem Hintergrund der drückenden Medien-Überlegenheit transatlantischer Propaganda- und Einflußorgane zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen russischen und westeuropäischen Patrioten auf dem Gebiet der strategischen Kommunikation auf; im Krieg der Meinungen und Ideologien sei Rußland essentiell auf Verbündete und Ansprechpartner in Westeuropa angewiesen.


Der Münchner Stadtrat Karl Richter während seiner Rede.

„Hier ermutige ich unsere russischen Freunde: werden Sie aktiv! Fordern Sie die Propaganda der EU, fordern Sie den westlichen Liberalismus auf seinem eigenen Territorium heraus! Akzeptieren Sie nicht länger, daß Westeuropa heute der militärische und ideologische Brückenkopf der Amerikaner ist und als Aufmarschraum gegen Rußland mißbraucht wird! Eine vertiefte strategische Zusammenarbeit mit den patriotischen Kräften Westeuropas ist essentiell für Rußland und seine Interessen“, führte Richter aus und regte an:

„Um eine tiefergehende strategische Kooperation zwischen Rußland und rußland-affinen Kräften in Westeuropa aufzubauen, bedarf es einer gewissen Stetigkeit, regelmäßiger Arbeitstreffen und konkreter gemeinsamer Projekte. Es bedarf zum Beispiel gemeinsamer Publikationen, gemeinsamer Zeitschriftenprojekte, in denen die Vision einer größeren eurasischen Kooperation unter Einschluß westeuropäischer patriotischer Kräfte formuliert und publizistisch unterfüttert wird; es bedarf gemeinsamer Medienprojekte, und es bedarf nicht zuletzt gemeinsamer Denkfabriken, in denen russische und europäische Patrioten gemeinsam eine Politik für Eurasien, eine Politik der künftigen multipolaren Weltordnung formulieren. (…) Wie auch unseren russischen Partnern bekannt sein dürfte, ist der politische Wind in Westeuropa derzeit im Drehen begriffen, und die EU-kritischen, patriotischen Kräfte werden mit jedem Tag stärker. Sie wären die natürlichen Ansprechpartner für Rußland, wenn es darum geht, Westeuropa nach und nach aus der transatlantischen Umklammerung zu lösen und für das große eurasische Zukunftsprojekt zu gewinnen.“

Alle Kongreßteilnehmer waren sich in der Einschätzung der aktuellen Weltlage einig, die durch das ungebrochene Hegemonialstreben der USA, aber ebenso durch die Transformation der internationalen Ordnung zu einer multipolaren Weltordnung gekennzeichnet sei. Es gelte, diesen Übergang friedlich zu gestalten und dabei der weltweiten Interventions- und Aggressionspolitik der USA ihre Grenzen aufzuzeigen.


Der Vorsitzende der japanischen patriotischen Bewegung Issui-kai, Mitsuhiro Kimura.

Für die Stiftung Europa Terra Nostra e.V., deren Tätigkeit nicht zuletzt durch eine rege Veranstaltungsaktivität gekennzeichnet ist, bedeutete die Teilnahme am Moskauer LDPR-Kongreß praktisch ein Heimspiel, vermerkt ihre Satzung doch ausdrücklich: „Bei unseren Kongressen steht der Austausch verschiedener nationaler Sichtweisen auf Europa im Mittelpunkt. Wir wollen Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern zusammenführen und so einen Beitrag zum Zusammenhalt der Europäer leisten, um gewalttätige Konflikte zwischen den Staaten künftig zu verhindern.“

Teilen Sie diesen Artikel!

Um auch weiterhin erfolgreich arbeiten zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung!

1. Abonnieren Sie unseren Rundbrief!

2. Unterstützen Sie uns mit ihrer Spende!

3. Bestellen Sie in unserem ETN-Shop!

4. Folgen Sie uns in den sozialen Netzwerken:

Facebook - Twitter - Instagram - YouTube