Ende Januar veranstaltete die europäische politische Stiftung Europa Terra Nostra eine Delegationsreise nach Breslau. Dabei galt es, ein ansprechendes und vielfältiges Programm zu absolvieren.

Der ETN-Vorsitzende Dan Eriksson verdeutlichte noch einmal das Kernanliegen der politischen Stiftung: Es gehe darum, europäische Nationalisten an einen Tisch zu bringen und chauvinistische Vorstellungen zu überwinden, um auf diese Weise einen erneuten Bruderkrieg zu verhindern. ETN biete hierfür eine geeignete Plattform. Europa befinde sich an einem Scheideweg – entweder gelinge es, die Festung Europa zu schaffen oder das gute alte Europa werde unter dem Massenansturm zumeist afrikanischer Migranten zusammenbrechen.

Jens Pühse, Stellvertretender Vorsitzender von Europa Terra Nostra, gab im Rahmen einer Präsentation einen Rückblick auf die letzten Aktivitäten der Stiftung.

Widerständige und wertkonservative Polen

Der Tagungsort wurde natürlich bewußt ausgewählt. Ist Polen doch drauf und dran, sich erneut einen würdigen Platz in künftigen Geschichtsbüchern zu sichern. Schwulen- und Gender-Propaganda sowie Multikulti-Phantastereien stoßen hier auf breite Ablehnung. Und „Flüchtlings“-Massen steht man hier eher reserviert bis ablehnend gegenüber.

Und so nahmen die Teilnehmer der Delegation, unter ihnen auch die ETN-Vorstandsmitglieder Georges Dimitroulias (Griechenland), Nicola Cospito (Italien), Hynek Rynt (Tschechische Republik) sowie weitere Gäste, die Gelegenheit wahr, um sich vor Ort einen Eindruck verschaffen. Denn den (zumeist gefilterten) „Meldungen“ westlicher Medien ist auch im Hinblick auf Polen eher nicht zu trauen.

Breit und offen diskutiert: Polens Verhältnis zur EU

Überhaupt ist ein Land besser zu verstehen, indem man sich auf es einläßt, wie es die frühere Moskauer ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz (mit Blick auf das heutige Rußland) formulierte. Das gilt natürlich auch für die Republik Polen. Die Möglichkeit, sich in Polen besser hineinzudenken, bot sich den Mitgliedern der Delegation in Breslau allemal: So beteiligten sich an dem Treffen neben Professoren der Universität Breslau und Priestern auch Herausgeber und Redaktionsmitglieder des polnischen patriotischen Magazins Opcja na Prawo. Breit und offen diskutiert wurde dabei natürlich das Verhältnis Polens zur Europäischen Union.

Einige der Ergebnisse fanden Eingang in die am 27. Januar verabschiedete Breslauer Resolution.

 

Delegationsreise von Europa Terra Nostra nach Breslau
Delegationsreise von Europa Terra Nostra nach Breslau
Breslauer Rathaus
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Visegrád-Gruppe gegen Kontrollverlust

Zwar machten die Unterzeichner der Breslauer Resolution deutlich, der momentanen Warschauer Regierung nicht vollkommen unkritisch gegenüberzustehen. Doch liegt es vollkommen fern, den polnischen Verantwortlichen vorzuschreiben, was sie im Innern zu tun und zu lassen haben. Im Gegensatz dazu spielen sich die Brüsseler Eurokraten nicht nur im Falle Polens, sondern auch gegenüber den anderen Staaten der Visegrád-Gruppe (neben Polen sind dies die Tschechische Republik, Ungarn und die Slowakei) als Oberlehrer auf. Konkret geht es um die Quotenzuweisungen von „Flüchtlingen“.

Wer sich dem Brüsseler Diktat nicht beugt, soll mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden. Bislang aber wehrten die genannten Staaten tapfer alle Angriffe der Fangarme des Brüsseler Kraken ab.

Und so heißt es denn auch in der Breslauer Resolution:

„Während sich die EU und mit ihr die meisten Regierungen der westlichen Staaten einer Ideologie verschrieben haben, die eine Beseitigung nationaler und kultureller Grenzen zum Ziel hat und Massenzuwanderung als Schicksal begreift, das man bestenfalls regulieren und steuern kann, sind die Länder Mittel- und Osteuropas, vor allem die Staaten der Visegrád-Gruppe … nicht bereit, diesen gezielten Kontrollverlust zuzulassen, den vor allem von der Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, durch ihre verantwortungslose Politik befördert hat.“

„Erpresserische Kräfte“

Die Ankündigung der Europäischen Kommission, jene Länder, die keine von Brüssel festgelegten „Flüchtlings“-Kontingente aufnehmen, mit horrenden Geldstrafen zu belegen, zeige „einmal mehr, daß in Brüssel erpresserische Kräfte am Werk sind, die nicht das Wohlergehen Europas und seiner Völker, sondern deren Zerstörung im Blick haben.“

Die Unterzeichner der Resolution unterstützen die Regierung in Warschau in „ihrem Bestreben, die Rechte des Volkes zu wahren, insbesondere

  • das Recht, über die inneren Angelegenheiten und auch die Verfaßtheit des Staates eigenständig und ohne Einmischung von außen zu entscheiden,
  • das Recht, die Kontrolle über die eigenen Grenzen zu wahren und verpflichtende Quoten für die Aufnahme von Migranten abzulehnen,
  • das Recht, die eigenen Familien zu fördern, statt diese unter dem Banner einer menschenverachtenden Gender-Ideologie zu zerstören.“

Und möglicherweise wird die jetzige polnische Regierung von späteren Historikern auf eine Stufe mit dem Nationalhelden Jan Sobieski gestellt, der 1683 vor Wien den Türkenansturm abwehrte.

„Det fria Sverige“ – neue Initiative in Schweden

Welche Folgen eine nahezu ungebremste Massenzuwanderung hat, zeigt das Beispiel Schweden. Doch auch dort gibt es durchaus Lichtblicke und mutmachende Initiativen. So präsentierte sich während der Veranstaltung in Breslau der im November 2017 gegründete Verein Det fria Sverige. Ziel des Vereins um seinen Vorsitzenden Dan Eriksson ist es, „schwedische Häuser“ zu schaffen. Zu diesem Zweck sollen Immobilien gekauft werden. Das erste Haus wird noch in diesem Jahr erworben.

Eine Besichtigung der wunderschönen historischen Altstadt und ein Ausflug zu der Breslauer Jahrhunderthalle, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach einem Entwurf des Architekten und Stadtbaurates Max Berg errichtet wurde, rundeten das bunte Programm ab.
Die nächsten Ereignisse werfen ihren Schatten bereits voraus. Vom 15. Bis 18. März findet in Leipzig die Buchmesse statt. Dort wird auch Europa Terra Nostra – erstmals mit einem eigenen Stand – vertreten sein.

 


 

Breslauer Resolution

Europa befindet sich an einer entscheidenden Wegmarke. Während sich die EU und mit ihr die meisten Regierungen der westlichen Staaten einer Ideologie verschrieben haben, die eine Beseitigung nationaler und kultureller Grenzen zum Ziel hat und Massenzuwanderung als Schicksal begreift, das man bestenfalls regulieren und steuern kann, sind die Länder Mittel- und Osteuropas, vor allem die Staaten der Viségrad-Gruppe – Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei – nicht bereit, diesen gezielten Kontrollverlust zuzulassen, den vor allem die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, durch ihre verantwortungslose Politik befördert hat.

Für ihre Weigerung, die Grenzen zu öffnen ihr Staatsgebiet mit sogenannten Flüchtlingen fluten zu lassen, sollen die Viségrad-Staaten nun von der Europäischen Union bestraft und mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden. Dies beweist einmal mehr, dass in Brüssel erpresserische Kräfte am Werk sind, die nicht das Wohlergehen Europas und seiner Völker, sondern deren Zerstörung im Blick haben.

Alljährlich gehen in Warschau an die 100.000 Patrioten aus vielen europäischen Ländern auf die Straße, um an die Unabhängigkeit des Landes zu erinnern, aber auch, um ein Zeichen zu setzen – gegen Entgrenzung und Globalismus, gegen Multikulturalismus und Kulturmarxismus, gegen Gender-Wahn und Familienfeindlichkeit. Polen ist damit zu einem Zentrum jener Kräfte geworden, die sich der Bewahrung der Nationen, unserer abendländischen Kultur und der Familie als Keimzelle eines jeden Volkes verschrieben haben.

Auch wenn wir, die Unterzeichner dieser Resolution, der Regierung in Warschau nicht unkritisch gegenüberstehen, unterstützen wir sie doch bei ihrem Bestreben, die Rechte des Volkes zu wahren, insbesondere

  • das Recht, über die inneren Angelegenheiten und auch die Verfasstheit des Staates eigenständig und ohne Einmischung von außen zu entscheiden,
  • das Recht, die Kontrolle über die eigenen Grenzen zu wahren und verpflichtende Quoten für die Aufnahme von Migranten abzulehnen,
  • das Recht, die eigenen Familien zu fördern, statt diese unter dem Banner einer menschenverachtenden Gender-Ideologie zu zerstören.

Polen hat 1989 nicht das kommunistische Joch abgeschüttelt, um sich erneut unter die Kuratel einer fremden Macht zu begeben, die diesmal nicht von Moskau, sondern von Brüssel aus über die Köpfe der Menschen hinweg entscheidet. Wir sehen uns in der Tradition von europäischen Freiheitskämpfern wie dem polnischen Nationalhelden Jan Sobieski, der Wien im Jahre 1683 vor dem Türkensturm bewahrte. Wir fordern die Regierungen der westeuropäischen Staaten und das Kommissarsregime in Brüssel dazu auf, ihre Hände von Polen und allen anderen Ländern Europas und auf der ganzen Welt, die ihre nationalen und kulturellen Eigenarten bewahren wollen, zu lassen und ihre Souveränität zu akzeptieren.

Breslau, 27. Januar 2018